Der Bau des Eingangs zum Arens-Schacht an der Westküste von Tsushima hat endlich begonnen. Vom 4. bis 6. Mai fanden drei Tage lang detaillierte Vermessungsarbeiten zur Bestimmung des Eingangsstandorts statt. Eine 200 Meter tiefe Bohrung war bereits durchgeführt worden, und das kleine Loch diente als Orientierungspunkt. Als der Bagger das Loch aushob, machte er jedoch ein lautes Geräusch, und die Bauarbeiten begannen.
Hier wird ein Tunneleingang mit 6 m Durchmesser errichtet. Der Tunnel verläuft in einem Winkel, der sich auf 4 m Länge um 1 m verringert. Nach wenigen hundert Metern erreicht er die Küste von Aren und die Koreastraße, und 60 km weiter die Insel Geoje in Südkorea. Von dort aus führt der Tunnel westwärts entlang des Meeresbodens. Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchung ist die Errichtung des Tunneleingangs bis Ende Juli geplant. Dabei werden verschiedene Baumethoden wie Kastenprofile oder Auskleidungsplatten geprüft. Der Baubeginn ist für Juni vorgesehen.
Vor zwei Jahren wurde eine Zufahrtsstraße für Baufahrzeuge zum Gelände angelegt und das Gelände eingeebnet, um Platz für Büros, Lagerhallen, Materiallager und Anlagen zur Geräteinstallation zu schaffen. Anschließend fand der Spatenstich statt, und die Bauarbeiten können nun beginnen. Der Mineneingang soll diesmal an der rot-weißen Markierung „Chobari“ liegen, die auf dem Foto zu sehen ist.
Tsushimas Geologie ähnelt der der koreanischen Halbinsel; es handelt sich um eine Felseninsel. Es gibt wenig Ackerland, das sich für den Reisanbau eignet. In den „Wei Zhi Wajin Den“ (Aufzeichnungen des Wa-Volkes) heißt es: „Das Land ist gebirgig und steil, mit vielen dichten Wäldern, und die Wege gleichen Wildpfaden. Es gibt über 1000 Haushalte. Da es keine guten Reisfelder gibt, ernähren sich die Menschen von Meeresfrüchten und reisen mit dem Boot von Norden nach Süden.“
Tsushima ist eine majestätische Insel, die ruhig inmitten der starken Winde und rauen Wellen des Gonkai-Meeres liegt und seit jeher Japan und Korea verbindet. Auch heute noch ist die Naturlandschaft unverändert, und selbst Flughäfen mussten auf Bergen errichtet werden. Die geologischen Schichten sind hart, und die Insel ist erdbebenfrei. Mit fortschreitenden Bauarbeiten werden moderne Bauingenieur- und Bautechnologien die Geologie Tsushimas besser erschließen.
Newsletter der International Highway Foundation, Juni 2014 (PDF-Ansicht/Download)
