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In diesem Jahr wurden in Tsushima und Iki 200 Kirschbaumsetzlinge gepflanzt – Feldbericht April-Ausgabe

200 Kirschbaumsetzlinge in Tsushima und Iki gepflanzt.
200 Somei-Yoshino-Kirschbaumsetzlinge wurden Mitte März innerhalb von zehn Tagen auf dem Gelände des Japan-Korea-Tunnels auf Tsushima und Iki gepflanzt. Dies war die zweite Pflanzaktion im Rahmen eines im letzten Jahr gestarteten Projekts zur Verschönerung des Tunnelgeländes mit dem Ziel, einen „Senbonzakura-Garten“ zu schaffen. Die Pflanzung knüpft an die letztjährige Aktion mit 200 Bäumen an. Die diesjährigen Bäume wurden erneut großzügig von Yoshiharu Kanazawa aus der Präfektur Kanagawa gespendet.

 

In Tsushima wurden vom 10. bis 14. März innerhalb von vier Tagen 100 Bäume in Bereichen gepflanzt, die die Bauarbeiten nicht beeinträchtigen würden, beispielsweise am Eingang des Schrägschachts, am Rande des Geländes, auf dem geplanten Gelände für die Arbeiterunterkünfte und an den Zufahrtsstraßen. Obwohl der Wind noch kühl war, wurden die Bäume unter klarem Himmel und mit Unterstützung der Anwohner gepflanzt. Die 1,2 Meter hohen Setzlinge, die bereits kleine Knospen zeigten, wurden erfolgreich eingepflanzt.

 

Die im letzten Jahr gepflanzten Setzlinge wurden von Rehen angeknabbert, sobald sie gekeimt waren, und leider starben die meisten ab. Deshalb beschloss man dieses Jahr, die Setzlinge mit Netzen abzudecken. Die Rehe waren einst geschützt, doch ihre Zahl hat sich mittlerweile so stark vermehrt, dass der durch die Zerstörung der Ernte verursachte Schaden in der Landwirtschaft mehrere zehn Millionen Yen beträgt. Neben der Bekämpfung der Rehe wird auch an der Herstellung von verarbeiteten Lebensmitteln wie Würsten aus Rehfleisch geforscht.

 

Das Aufstellen der Pfosten und das Zusammenbauen des Netzes auf dem felsigen Boden von Tsushima war eine mühsame Arbeit, an der sich auch die Einheimischen unermüdlich beteiligten. Die Begeisterung aller, im nächsten Jahr endlich ein richtiges Kirschblütenfest feiern zu können, ist es, die das Tunnelprojekt trägt.

 

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[Foto] Am Hang des Mineneingangs, der im Juli letzten Jahres angelegt wurde, wurden sieben Bäume gepflanzt. Sie sind durch ein grünes Netz vor Rehen geschützt.

 

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[Foto] Im Winter stechen Kamelienbäume zwischen den Laubbäumen auf der Insel Tsushima hervor. Kirschbäume gehören ebenfalls dazu.

 

Zusätzlich wurden vom 15. bis 18. innerhalb von vier Tagen 100 Setzlinge auf dem Gelände von Iki gepflanzt. Die Setzlinge wurden am Rand des Geländes gesetzt, das im Vorjahr gerodet und verbessert worden war. Da es auf Iki keine Rehe gibt, ging die Arbeit schnell vonstatten und beschränkte sich auf das Aufstellen von Stützpfosten. Einige Bäume waren durch die salzigen Winde vom Meer verdorrt, die im Vorjahr gepflanzten Kirschbäume hingegen hatten gut angewachsen.

 

Für die nahe Zukunft sind detaillierte Vermessungsarbeiten für den Tunneleingang geplant. Der Tunneleingang auf Iki wird inmitten eines Kirschblütenhains liegen, und es rückt immer näher, bis der Japan-Korea-Tunnel zu einem berühmten Kirschblütenort und einem Wahrzeichen der Insel wird.

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