Am 29. März 2014 hielt Eiji Tokuno, Vorsitzender der International Highway Foundation, eine Rede in Saga.
Ein Auszug aus der Rede ist untenstehend wiedergegeben.
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„Japan-Korea-Tunnelprojekt für den Frieden in Nordostasien“
– Betrachtung der Realisierung des Japan-Korea-Tunnels aus sieben Perspektiven –
Zunächst möchte ich zur Gründung des Präfekturbürgerrats zur Japan-Korea-Tunnel-Saga gratulieren.
Heute möchte ich die Bedeutung der Realisierung des Japan-Korea-Tunnels aus sieben Perspektiven beleuchten.
Die erste Frage ist die Liebe zur Menschheit.
Das Konzept des Japan-Korea-Tunnels und der internationalen Autobahn wurde 1981 von Reverend Sun Myung Moon, dem Gründer der Wiedervereinigungsbewegung, vorgeschlagen. Sein grundlegendster Gedanke lässt sich in einem Wort zusammenfassen: „Liebe zur Menschheit“. Ohne diesen Geist wäre es unmöglich, nationale Interessen zu überwinden und den Japan-Korea-Tunnel und die internationale Autobahn zu realisieren. Denn wenn Japan und Korea nur ihre nationalen Interessen verfolgten, würden sie unweigerlich irgendwo in Konflikt geraten. Der einzige Weg, dies zu verhindern, ist ein Umdenken. Wie viel Geld gibt die Menschheit für Krieg und Militär aus? Wir sollten diese Gelder für den Weltfrieden einsetzen und die Grenzen nationaler Interessen, Nationalismus und Nationalismus überwinden. Solange wir diese Denkweise nicht annehmen, wird es schwierig sein, den Japan-Korea-Tunnel und die internationale Autobahn zu realisieren.
Trotz aller Ereignisse der Vergangenheit richteten Japan und Südkorea 2002 gemeinsam die Fußball-Weltmeisterschaft aus, die ein spektakulärer Erfolg war. Ebenso wird Japan die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang und Südkorea die Olympischen Spiele 2020 in Tokio voll unterstützen. Durch die gemeinsame Arbeit an einem erfolgreichen Olympia-Event werden Japan und Südkorea einander näherkommen. Ich bin überzeugt, dass die Tunnelfrage dann kein großes Hindernis mehr darstellen wird.
Das zweite Ziel ist die „Standardisierung von Technologie und Industrie“ zwischen Japan und Korea durch den „Austausch von Menschen, Gütern und Kultur“.
Darüber hinaus wird die Realisierung einer internationalen Autobahn es ermöglichen, dass sich Technologie und Industrie in ganz Asien und der Welt verbreiten und so eine ausgewogene Entwicklung erreicht wird.
Der dritte Punkt ist die „effektive Nutzung von Energie und Ressourcen“.
Die Realisierung des Japan-Korea-Tunnels und der internationalen Autobahn wird ein vollständiges Verkehrssystem ermöglichen, das effektiv genutzt werden kann.
Der vierte Punkt betrifft die Humanressourcen und die wirtschaftlichen Auswirkungen.
Allein der Blick auf Ostasien verdeutlicht das enorme Potenzial. Chinas Bevölkerung beträgt 1,35 Milliarden. Berücksichtigt man die koreanische Halbinsel, Nord- und Südkorea zusammen, kommt man auf 70 Millionen Einwohner. Japan hat 120 Millionen Einwohner und verfügt allein damit über ein Humankapital von über 1,5 Milliarden. Indien zählt derzeit über eine Milliarde Einwohner und wird voraussichtlich bis 2027 auf 1,47 Milliarden anwachsen. Allein der Bau des Japan-Korea-Tunnels würde eine riesige Wirtschaftszone schaffen.
Um auf Saga zurückzukommen: Dort entstünde eine Wirtschaftszone mit einem Radius von 500 Kilometern um Tosu. Daher möchte ich betonen, dass das wirtschaftliche Potenzial des Japan-Korea-Tunnels grenzenlos ist.
Das fünfte Kriterium ist technisches Können.
Wenn Japan seine aktuellen technologischen Möglichkeiten nutzt, ist der Bau eines Japan-Korea-Tunnels und einer internationalen Autobahn durchaus möglich. Ich bin außerdem überzeugt, dass Japans technologische Fähigkeiten im Zuge des Autobahnbaus weiter verbessert werden können.
Sechstens wird die Realisierung des Japan-Korea-Tunnels die Schaffung einer Wirtschaftszone rund um Japan ermöglichen.
Diese Nachricht ist großartig für die Menschen in Hokuriku und Tohoku. Die Küste des Japanischen Meeres wird direkt mit Russland, Südkorea und Nordkorea verbunden sein. Insofern deutet dies meiner Meinung nach auf den Beginn einer neuen Ära hin.
Der siebte Punkt betrifft das Nationalgefühl und die öffentliche Meinung in Japan und Südkorea.
Ich möchte hier betonen, dass, wenn Japan und Korea durch Tourismus, kulturellen Austausch und die Zusammenarbeit bei den Olympischen Spielen einander wieder näherkommen – wie früher oder sogar noch enger –, internationale Ehen zwischen Japanern und Koreanern auf natürliche Weise häufiger werden und der Austausch zwischen den beiden Ländern intensiver wird, das Nationalgefühl gestärkt wird. Wenn wir eine Atmosphäre schaffen können, in der ein Japan-Korea-Tunnel und eine internationale Autobahn als selbstverständlich gelten, bin ich überzeugt, dass dies möglich ist.
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Auszüge aus den Vorlesungen können als PDF-Dateien heruntergeladen werden.
