In den letzten Jahren wurde der japanische Archipel immer wieder von tagelangen, heftigen Regenfällen heimgesucht, die landesweit häufig zu Katastrophen wie Erdrutschen und Überschwemmungen führten. Auch auf Tsushima traten seit dem letzten Jahr Katastrophen durch sogenannte „lineare Regenbänder“ auf. Am Nichikan-Tunnel wurde die Zufahrtsstraße durch Regen unterspült, und Ablagerungen verursachten Straßensperrungen. Insbesondere Taifun Nr. 5, der Tsushima am 20. Juli dieses Jahres traf, richtete dort die bisher größten Schäden an, sodass für Izuhara im Zentrum von Tsushima eine Evakuierungsempfehlung ausgesprochen wurde.
Daher laufen derzeit die Arbeiten zur Instandsetzung der beschädigten Straße und zur Betonierung der Zufahrtsstraße. Zunächst wird der 500 Meter lange Abschnitt vom steilen Pass bis zum Küsteneingang bearbeitet, die Arbeiten sind nun aber auf den 100 Meter langen Abschnitt vorgedrungen. Dadurch können die Inspektionsteams wie zuvor in großen Bussen transportiert werden.
Seit Juli dieses Jahres bleiben koreanische Touristen aufgrund des Konflikts zwischen der japanischen und der koreanischen Regierung, der letztes Jahr um die Frage der Zwangsarbeit begann, aus. Reisebusse stehen ungenutzt auf den Parkplätzen, Pensionen und Hotels sind verwaist, und die Stadt ist in völliger Stille. Trotzdem sind noch immer Reisegruppen japanischer Babyboomer zu sehen, die zuvor viel im Ausland unterwegs waren. Würden die Vorteile des Gesetzes über Grenz- und abgelegene Inseln auch japanischen Touristen auf Tsushima zugutekommen, dürfte sich der Aufschwung der Insel fortsetzen.
[Foto] Die Betonierungsarbeiten sind bis zum 31. August bis auf 100 m vom Küsteneingang vorangeschritten.
Unterdessen besuchten Inspektionsteams aus Hokkaido am 22. August die Baustelle des Japan-Korea-Tunnels und des Tsushima-Aren-Schachts, am 28. August die Präfektur Ishikawa und am 29. August die Präfektur Aichi. Dies war der zweite Besuch des Teams in Hokkaido nach ihrem Besuch im vergangenen Sommer. Vertreter des Tourismusförderungsrates erklärten, dass sie neben der Dimension des internationalen Autobahnprojekts „bei meinem ersten Besuch im letzten Jahr von der Schönheit der Naturlandschaft tief beeindruckt waren“.
„Wir teilen uns die gleiche Grenzlage, und unsere Beziehungen zu unserem Nachbarland sind von entscheidender Bedeutung. Ich würde gerne nächstes Jahr nach Kamishima reisen“, sagte er. Auch die Präfektur Ishikawa erklärte: „Ich habe die Karatsu-Schachtanlage schon oft besucht, aber dies ist mein erster Besuch auf Tsushima. Tsushima ist seit der Antike mit dem Festland und der Halbinsel verbunden.“
Darüber hinaus besuchten fünf Stadtratsmitglieder der Präfektur Aichi den Ort und stellten gezielte Fragen zur Machbarkeit des Projekts. „Tsushima ist ein Ort inmitten herrlicher Natur, man kann es sich erst wirklich vorstellen, wenn man selbst vorbeikommt“, kommentierten sie.
[Foto] Tsushima, Eingang zum geneigten Schacht von Aren. Jeder überprüfte die Lage vor Ort.