Dreißig Kinder sogenannter „Überläufer“, die aus Nordkorea geflohen sind und in Südkorea leben, besuchen die japanisch-koreanische Tunnelanlage
Am 26. Juli besuchten 30 Kinder nordkoreanischer Überläufer – jene, die in Nordkorea geboren wurden, aber ihr Leben riskierten, um aus ihrem Land nach Südkorea zu fliehen und der politischen Unterdrückung zu entkommen – die Baustelle des Schrägschachts Nagoya des Japan-Korea-Tunnels in Karatsu, Präfektur Saga. Sie erhielten Stipendien der Hyojeong World Peace Foundation, die von Hak Ja Han, der Witwe des verstorbenen Reverend Sun Myung Moon, dem Initiator des Japan-Korea-Tunnels, gegründet wurde. Auch ihr erster Besuch in Japan wurde durch die Bemühungen der Organisation ermöglicht. Es war zudem das erste Mal, dass die Kinder nordkoreanischer Überläufer die Baustelle des Schrägschachts in Karatsu besuchten. Sie waren überrascht zu erfahren, dass Japan nicht nur eine Autobahn über den 38. Breitengrad von Nord- nach Südkorea plant, sondern dass auch der Bau eines Unterseetunnels, der die koreanische Halbinsel mit Japan verbinden soll, bereits begonnen hat.
Dr. Hak Ja Han sagte: „Die Wiedervereinigung Nord- und Südkoreas wird definitiv erfolgen. Wenn es soweit ist, werden diese Studenten die treibende Kraft dahinter sein. Es sind die jungen Menschen, die Nord- und Südkorea fest vereinen werden.“ Sie äußerte damit ihre großen Hoffnungen für die jungen Menschen, die schwierige Umstände überstanden haben. Eine Begleitperson der Gruppe berichtete außerdem, dass sie zwar aus dem nährstoffarmen Nordkorea in das nährstoffreiche Südkorea gekommen seien und sich Sorgen um übermäßiges Essen machten, viele von ihnen aber ein reineres Herz hätten als die südkoreanische Jugend, die an Wohlstand gewöhnt sei. Die Gruppe wird drei Tage und zwei Nächte in Huis Ten Bosch und auf Kyushu verbringen, um die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.
[Foto] Ein Vertreter des Inspektionsteams überreicht Direktor Okubo ein Souvenir.
[Foto] Nachdem wir uns das Projektkonzept angesehen hatten, blickten wir 600 Meter weit in den Tunneleingang hinein.
[Foto] Vor dem Mineneingang