Neuigkeiten aus der Kyushu

Taifun Nr. 9 hat schwere Schäden angerichtet, aber die Wiederaufbauarbeiten sind im Gange – Feldbericht Oktoberausgabe

Taifun Nr. 9 traf Kyushu und richtete schwere Schäden an den Gebäuden und dem Gelände unserer Stiftung an. Freiwillige eilten aus Fukuoka herbei, um bei den Wiederaufbauarbeiten zu helfen.

Am 3. September traf der Taifun Nr. 9, ein starker Wirbelsturm, Kyushu und Tsushima kurz nacheinander, gefolgt vom noch stärkeren Taifun Nr. 10 am 7. September. Auf Tsushima stürzte das steinerne „Ichinotorii“-Tor des Watatsumi-Schreins, ein Wahrzeichen der Insel, ein und beschädigte zahlreiche Gebäude. Auch große Äste brachen brutal ab und richteten schwere Schäden an Bäumen an.

Der Taifun spülte zudem Meerwasser über die gesamte Insel und färbte die Laubbäume braun. Durch die Salzschäden verloren die Bäume ihre Blätter, und obwohl die Insel zu dieser Jahreszeit normalerweise grün sein sollte, ist der Wald nun völlig kahl, sodass es aussieht, als sei der Winter bereits angebrochen.

 

Unsere Stiftungsstandorte in Karatsu und Tsushima wurden schwer beschädigt: Große Löcher klafften in den Schieferdächern von Gebäuden und Lagerhallen, starke Winde verbogen Flügeltüren und zersplitterten Glasscheiben, das Dach eines Holzschuppens wurde abgedeckt und Erdrutsche bedeckten den Parkplatz zur Hälfte mit Schlamm und Sand, sodass es unmöglich war, das Gelände überhaupt zu betreten.

 

Am 21. und 22. September eilten vier Freiwillige aus Fukuoka, die von den Schäden gehört hatten, nach Tsushima, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Sie entfernten per Hand Erde und Schutt, die auf die Straßen der Stadt gespült worden waren und die Anwohner belästigten.

Sie halfen uns auch beim Wiederanpflanzen junger Kirschbäume, von denen viele durch die starken Winde umgestürzt waren. Die von Siebtklässlern gepflanzten Kirschbäume standen in diesem Frühjahr in voller Blüte, und alle freuten sich schon auf ein Kirschblütenfest im nächsten Jahr. Doch leider wurden sie am Stamm abgebrochen. Das war der bedauerlichste Schaden. Diese Kirschbäume wurden freundlicherweise von Kanazawa Yoshiharu aus der Präfektur Kanagawa im Rahmen der Initiative „Tausend Kirschblüten an der Autobahn“ gespendet. Sie sind eine wertvolle Bereicherung für unsere Stiftung, und ihre Hilfe beim Wiederanpflanzen war eine große Unterstützung.

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[Foto 1] Ein großes Loch im Lager des Tsushima-Büros. Die Blätter des Kirschbaums im Vordergrund sind durch einen starken Wind, der sich mit Meerwasser vermischt hat, braun geworden.

 

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[Foto 2] Der vor sechs Jahren gepflanzte Kirschbaum steht in diesem Frühjahr in voller Blüte, und der Baum, auf den wir uns am meisten gefreut hatten, ist von den Wurzeln abgefallen.

 

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[Foto 3] Durch einen Taifun ausgelöster Erdrutsch spülte eine große Menge Erde und Geröll auf eine Straße in der Stadt, und Arbeiter beeilen sich, diese wieder auf die beschädigte Straße zu bringen.

 

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